Jute

Jute - die natürliche Verpackung
Jute wird überwiegend in den Schwemmlandböden von Indien und Bangladesh angebaut.

Die Stengel der Pflanzen werden nach der Ernte zunächst in Wasser eingeweicht und anschließend ausgeklopft, um die Fasern vom Stengelgewebe zu trennen. Die getrockneten Fasern werden dann zu einfachen Garnen versponnen, die wiederum zu Sackleinen und groben Geweben verarbeitet werden.

Bis in die 70er Jahre hinein, waren Jutesäcke und Sackleinen wichtige Verpackungsmaterialien für Waren wie Kartoffeln, Kohle, Rohkaffee und vieles mehr. Durch den Einzug der Kunststoffverpackung hat Jute an Bedeutung verloren. Es haben sich jedoch andere Verwendungsmöglichkeiten gefunden, wie zum Beispiel der Einsatz von Jutegewebe als Geotextilien oder Balliergewebe für Baumschulpflanzen.

Denn Jute bietet den entscheidenden Vorteil eines Naturproduktes: Es ist problemlos kompostierbar und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Müllvermeidung.

 

Kokos


Kokos - die vielseitige Faser

Die Kokospalme hat ihr Verbreitungsgebiet in fast allen tropischen Küstenregionen der Erde. Schon seit Jahrtausenden liefert die Kokospalme den Menschen in ihren Ursprungsregionen Nahrung in Form von Kokosnüssen, aber auch Bauholz und Palmwedel als Dacheindeckung für einfache Hütten.

Ein wichtiger Rohstoff ist die faserige Hülle der Kokosnuss. Aus den Faserpolstern werden in aufwendigen Arbeitsschritten die Fasern für die Herstellung von Matratzen, Polsterungen und Besen gewonnen, oder aber sie werden zu Kokosgarnen versponnen, die dann zu Kokosteppichen, Türmatten, Kokosgeotextilien, Tauen und vielen anderen Artikeln weiterverarbeitet werden.

Weil die Kokosfaser eine Hohlfaser ist, zeichnet sie sich vor allem durch ein geringes Gewicht und eine hohe Wasserhaltefähigkeit aus. Interessant ist zudem, dass die Fasern verrottungsfest, elastisch und antibakteriell sind. Diese positiven Eigenschaften haben dazu geführt, dass Kokosprodukte immer mehr Einsatzgebiete finden.

 

Bambus


Bambus - das Wundergras

Mit über 480 verschiedenen Arten liegt das vornehmliche Verbreitungsgebiet des Bambus in Südostasien. Einige Arten sind jedoch auch in Afrika und Amerika zu finden.

Der Bambus gehört zur Familie der Gräser und ist leicht erkennbar an den knotigen Verdickungen am Stengel, die Fachleute als Internodien bezeichnen. Im Gegensatz zu Holz verläuft die Faser in Längsrichtung des Stabes und verleiht dem Bambus dadurch eine hohe Bruchfestigkeit und Elastizität.

Einige Bambusarten sind in der Lage, bis zu 60 cm am Tag zu wachsen. Dieses enorme Wachstum macht den Bambus zu einem wertvollen Rohstoff. Nicht umsonst zählt daher Bambus zu den meistgenutzten Pflanzen.

Als klassischer Artikel im Gartenbereich wird Bambus als Rank- und Stützhilfe eingesetzt. Bis heute findet Bambus Verwendung beim Bau von Häusern, Brücken und Gerüsten. Weiter werden Artikel wie Körbe, Matten, Parkett, Musikinstrumente, Essstäbchen, Angelruten und vieles mehr aus Bambus hergestellt.

 

 




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